Lohnabrechnung auslagern oder selbst machen? Inhouse, Steuerberater & Dienstleister
Von der Redaktion Lohnabrechnung-Vergleich · veröffentlicht 2. Juli 2026
Kurz gesagt: Für die Lohnabrechnung gibt es drei Wege — inhouse mit eigener Software, über den Steuerberater oder über einen spezialisierten Lohndienstleister. Wer wenig Aufwand und geringes Haftungsrisiko will, lagert aus; wer Kosten sparen kann und Know-how hat, rechnet selbst ab. Häufig ist eine Kombination sinnvoll: eigene Software plus DATEV-Übergabe an die Kanzlei.
Die drei Wege im Überblick
1. Inhouse mit eigener Software
Sie rechnen selbst ab — mit einer Lohnsoftware wie Sage, Lexware oder einer HR-Suite. Vorteil: volle Kontrolle, niedrigere laufende Kosten, sofortiger Zugriff. Nachteil: Sie brauchen Lohn-Know-how, halten sich selbst an Steuer- und SV-Recht und tragen die Verantwortung.
2. Über den Steuerberater
Die Kanzlei übernimmt die Abrechnung, oft im DATEV-Umfeld. Vorteil: wenig eigener Aufwand, fachliche Verantwortung teilweise beim Berater, Aktualität gesichert. Nachteil: höhere Kosten, Änderungen laufen über die Kanzlei.
3. Über einen Lohndienstleister / Lohnbüro
Spezialisierte Dienstleister rechnen die Entgelte für viele Mandanten ab — häufig mit mandantenfähiger Software wie edlohn. Vorteil: fokussierte Payroll-Expertise, skalierbar. Nachteil: eigenes Ökosystem, Passung zum bestehenden Umfeld prüfen.
Vergleich
| Kriterium | Inhouse-Software | Steuerberater | Lohndienstleister |
|---|---|---|---|
| Laufende Kosten | niedrig | höher | mittel–höher |
| Eigener Aufwand | hoch | gering | gering |
| Know-how nötig | ja | nein | nein |
| Verantwortung | Unternehmen | teilweise Berater | teilweise Dienstleister |
| Skalierbarkeit | begrenzt | gut | sehr gut |
Der pragmatische Mittelweg
In der Praxis kombinieren viele Unternehmen die Wege: Sie pflegen Personaldaten in einer eigenen Software oder HR-Suite und übergeben die Abrechnung per DATEV-Schnittstelle an den Steuerberater. So bleiben Stammdaten und Self-Service im Haus, während Berechnung und Meldungen fachlich abgesichert laufen. HR-Suiten wie Personio oder HRworks sind genau auf dieses Zusammenspiel ausgelegt.
Welcher Weg zu Ihrer Größe passt, ordnet der Auswahl-Assistent ein. Die Kostenseite beleuchtet der Beitrag Was kostet eine Lohnabrechnung.
Häufige Fragen
Sollte man die Lohnabrechnung auslagern? Das hängt von Größe, Komplexität und internem Know-how ab. Auslagern an Steuerberater oder Lohndienstleister reduziert Aufwand und Haftungsrisiko, kostet aber mehr. Inhouse-Software ist günstiger, setzt aber Wissen und Zeit voraus. Viele Betriebe wählen eine Kombination mit DATEV-Schnittstelle.
Was ist der Unterschied zwischen Steuerberater und Lohndienstleister? Ein Steuerberater betreut Sie meist umfassend steuerlich und rechnet den Lohn als Teil davon ab. Ein spezialisierter Lohndienstleister oder ein Lohnbüro konzentriert sich auf die Entgeltabrechnung, oft mit mandantenfähiger Software wie edlohn und nutzungsbasierten Preisen.
Was kostet es, die Lohnabrechnung erstellen zu lassen? Steuerberater und Dienstleister berechnen die Lohnabrechnung meist je Mitarbeitendem und Monat zuzüglich Grundgebühr. Die genaue Höhe hängt von Aufwand und Mitarbeiterzahl ab. Details im Beitrag „Was kostet eine Lohnabrechnung”.
Dieser Beitrag dient der Orientierung und ist keine Steuer- oder Rechtsberatung.
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